Es sollte ein grandioses Comeback werden. Die Wiederauferstehung ist definitiv nicht geglückt.
Fear Factory - Transgression

Das erste Fear Factory-Album nach dem Abgang von Gitarrist Dino Cazares klingt deutlich zugänglicher. Es ist einfacher strukturiert und irgendwie zeitgeistiger als die letzten Fear Factory-Scheiben. Das muss per se nicht schlecht sein, aber in diesem Fall haben Fear Factory einen Teil ihrer Identität aufgeben, um sich ziemlich ununterscheidbar im Mainstream zu platzieren. Es gibt noch polternede Triple-Picks und Bass Drums, aber soundmäßig eher unfett und mit div. zeitgenössischen Einflüssen.
Man kann das Weiterentwicklung nennen, ich finde das ziemlich beliebig. Die typische intensive Atmosphäre vom Klassikeralbum 'Demanufacture' fehlt fast völlig, und an die Stelle von komplexen Songgerüsten und den sehr eigenwilligen, charismatischen Melodien treten langweilig vorhersehbare Riff-Gewitter, unspektakuläre Vocals und gewohnt schwachsinnige Cyber-Sci-Fi-Lyrics. Burton C. Bell setzt seine Stimme zwar nach wie vor sehr variabel ein, die ganz großen Ohrwurm-Refrains, von denen man lange was hat, finde ich auf 'Transgression' aber nicht. Für den eingeschworenen Fan mag das Album immer noch in Ordnung gehen, herausragend wie ihrer Veröffentlichungen aus den neunziger Jahren ist diese Fear Factory-Platte allerdings nie und nimmer.
Wer schon 'Demanufacture' oder auch 'Obsolete' hat, braucht dies Album nicht, wer noch gar keine Fear Factory-Scheibe hat (gibts das?) kauft sich auch lieber erwähnte alte Alben. Die kraftlose U2 Cover-Version macht das Album leider auch nicht interessanter.
MSIII sagt: 1,5/10
BEDEUTUNGSLOS
FEAR FACTORY - TRANSGRESSION Roadrunner (Universal)
Tracklisting
- 540,000 Degrees Fahrenheit
- Transgression
- Spinal Compression
- Contagion
- Empty Vision
- Echo Of My Scream
- Supernova
- New Promise
I Will Follow
- Millennium
- Moment Of Impact
msiii - 28. Sep, 00:39