Den Vorteil, zwei großartige Songwriter (und Sänger) in der Band zu haben, hört man auf Mandos zweitem Album ›Hurricane Bar‹ noch deutlicher als auf ihrem Debüt ›Bring ‘em In‹.
Mando Diao – Hurricane Bar

Durch den Erfolg mit eben diesem und durch nicht enden wollendes Touren sind die Schweden erwachsener, reifer und – wen wundert’s – reicher geworden, so sagen sie im Interview zumindest, und es wirkt ziemlich glaubhaft. Das ist gut, denn nun trauen sich die vier Großmäuler (»we’re the best band in the world«) auch, Songs wie ›Ringing Bells‹ zu veröffentlichen. Eine große Pop-Ballade, die Oasis' Noel Gallagher sicher gerne geschrieben hätte. Ihr energetischer, rauh produzierter 60s-Pop erinnert nämlich von der Attitüde her eher an britische Vorbilder als an schwedische Nachbarn wie z. B. die Hives, mit denen das Quartett auch nicht in eine Trend-Schublade gesteckt werden will. Man steckt die Grenzen deutlich ab. Dann kann man auch lauter schreien. Und dann wird man auch gehört. Wenn man darüber hinaus noch ein ganzes Album voll mit klasse Pop-Songs abliefert, kann nicht mehr viel schief gehen.
Gegen meine (erste) Liebe zu ›Bring ‘em In‹ ist diese Platte natürlich machtlos. Mag sei, dieses Album ist objektiv gesehen reifer, facettenreicher, das Songwriting nochmal verbessert – ich persönlich mag die erste lieber. Vorschlag zur Güte: Beide kaufen!
MSIII sagt: 9/10
ZEITLOS SCHÖN
MANDO DIAO - HURRICANE BAR (EMI)
Tracklisting Anspieltips
Cut the rope
- God knows
- Clean town
Down in the past
- You can't steal my love
- Added family
- Annie's angle
- If I leave you
- Ringing bells
- This dream is over
- White wall
- All my senses
Kingdom & glory
- Next to be lowered
msiii - 14. Sep, 21:23