Heroin und Drinks haben wohl schon so manch gute Rockplatte möglich gemacht, und auch den beiden Libertines-Köpfen Carl Barat und Pete Doherty dienten sie angeblich als Inspirationsquelle.
The Libertines – The Libertines
Sicher, Konzerte sagen die Londoner eher ab und sorgen lieber für Skandalgeschichten in der Presse. Es hatte schon nach dem grandiosen Debüt 'Up the Bracket' niemand darauf gewettet, das sie jemals eine weitere Platte folgen lassen. "The Libertines" ist dann aber zum Glück doch noch erschienen bevor sich die Band auflöste – und die Qualität der Songs ist kaum schlechter als beim Vorgänger.
Dafür wirkt die Produktion um Längen besser als beim Vorgänger – Bass und Schlagzeug kommen klar bis satt rüber, die Gitarren schrammeln ihren Teil mit schöner Deutlichkeit. Von Ordentlich-nach-vorne-Punk bis zu musikalischen Albernheiten wie Doo-Wop-Pop mit 60er Anleihen marschieren die vier Libertines respektlos durchs musikalische Gelände und pinkeln in herumstehende Schubladen. Die Strokes könnten sich schämen, hier sieht man, wie gut ein zweites Album klingen kann.
Auch wenn ich kein Brite bin und Doherty nicht für den neuen Jesus (Elvis, Kurt Cobain,...) der Musikindustrie halte: Ein wirklich beachtliches Album, von dem wohl niemand gedacht hat, das es überhaupt (noch) entstehen würde.
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Diese Platte hätten 'The Clash' gern unter eigenem Namen veröffentlicht. (Kulturnews)“
MSIII sagt: 8/10
KANN MAN LIEBEN
THE LIBERTINES - THE LIBERTINES
Tracklisting Anspieltips
Can’t Stand Me Now
- Last Post On The Bugle
- Don’t Be Shy
- The Man Who Would Be King
- Music When The Lights Go Out
Narcissist
- The Ha Ha Wall
- Arbeit Macht Frei
- Campaign Of Hate
- What Katie Did
- Tomblands
- The Saga
- Road To Ruin
- What Became Of The Likely Lads
msiii - 5. Sep, 01:35