Mittwoch, 19. Oktober 2005

Mando Diao Live und limited

Montag der 17.10.2005, das Capitol in Hannover ist ausverkauft, die Stimmung gut.

Als wir um die Ecke in den Konzertraum kommen gleich die erste Überraschung: Lokale Vorband (oder besser gesagt Vormusiker) „BOSSE“. Tja, da sag ich jetzt aus persönlichen Gründen vielleicht ausnahmsweise mal nix zu.

Der eigentliche Supportact heißt danach „Diamond Nights“ und kommt unverkennbar aus den USA. Eine Rückkopplungs-Orgie gleich zu Beginn zeigt den starken Willen der Band zum Rock´n´Roll. Der Sound blieb konsequent mies, das Posing des Sängers kam mir irgendwie sehr bekannt vor, schön war aber, das die große Discokugel zum Einsatz kam. Mir wurde um den sicher geglaubten gelungenen Abend doch etwas bange... aber völlig unbergründet.

Als nach der letzten Umbaupause das Licht ausging brach ein Jubelsturm aus, wie ihn das Capitol wohl selten erlebt hat. Die Leute waren wirklich heiß auf Mando Diao, die im folgenden ein ca. 80minütiges Set hinlegten, das es trotz seiner Kürze extrem in sich hatte. Meine anfängliche Zurückhaltung wich augenblicklich – das war keine Pose, jetzt wurde wirklich gerockt :) Während des Konzerts wurdenmindestens ein dutzend mehr oder wenige bewußtlose Mädels von der erstaunlich freundlichen und fähigen Security weggetragen, alle Konzertbesucher waren hinterher wie geduscht, was will man mehr?

Und Mando Diao wissen was sie tun, wenn sie auf der Bühne stehen. R'n'R-Klischees werden bis zur Grenze zitiert, nein ausgekostet, ohne sie überzustrapazieren. Sehr gekonnt, sehr ernsthaft, sehr mitreißend. Der Sound war gut: Rasante Riffs und ein Beat, der alle mitriss, dazu zackige Bewegungen der beiden Sänger. Die Herren der Schöpfung spielten sich auf der Bühne die Seele aus dem Leib und das Publikum feierte jeden Song einstimmig mit. Ein von Anfang bis Ende energiegeladenes Konzert, in dem jegliche Songwünsche in Erfüllung gingen (von 'Paralyzed' über 'If I leave you', 'Down in the past' und 'Motown Blood' bis zu 'Sheepdog' war alles dabei). Auch einige Balladen fanden sich in der Setlist, um das Publikum ein wenig zu Atem kommen zu lassen. Auch neue Songs vom kommenden dritten Album paßten sich nahtlos in das Konzerterlebnis ein – das läßt mich auf ein weiteres grandioses Mando Diao-Album hoffen!

Das Publikum wollte und bekam mehrere Zugaben, bei denen die Band dann auch zunehmend weniger anhatte, (nicht nur) zur Freude des weiblichen Publikums. Nach dem Konzert hat sich meine Freundin zum ersten Mal in ihrem Leben am Merch-Stand einen Band-Pulli gekauft, wenn das nicht für die Qualität des Konzerts spricht, was dann?

Und ich mußte einfach die limited Edition der 'Hurricane Bar' shoppen. Nachgeschobene Sondereditionen riechen ja immer etwas nach Abzocke, aber den Zusatzkauf hab ich wirklich mal nicht bereut. Die beiden neuen Songs 'Son of dad' und 'Telephone song' sind auch wieder gut, die Live-CD (komplettes Konzert vom Southside-Festival 2005) ist bei mir in Dauerrotation. Guter Sound, die tolle live-Atmosphäre kommt rüber, einfach wahnsinnig geeignet um bei mir das Hannover-Konzert noch etwas weiterklingen zu lassen...

Aktuelle Beiträge

Es ist mir egal, aber...
Es ist mir egal, aber...
Jansen (Gast) - 14. Nov, 10:44
ich sag einfach nur: Es...
ich sag einfach nur: Es gibt nur cool und uncool und...
Dirk (Gast) - 5. Nov, 23:15
Manchmal iss auch müde
Ich hab die Deftones bzw. den Sänger ja 2 mal in Hamburg...
Duke (Gast) - 1. Nov, 16:21
Hamburg Rockt?
jfg - 1. Nov, 14:51
Mando Diao Live und limited
msiii - 1. Nov, 10:25

Suchen

 

Kalender

Oktober 2005
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 
 
 2 
 3 
 6 
 8 
 9 
10
12
15
16
17
18
20
21
22
24
25
26
27
28
29
30
31
 
 
 
 
 
 
 

August 2005
November 2005
Oktober 2005
September 2005
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren