Ich hätts nicht für möglich gehalten
Emo? Screamo? Nu Metal? 'My Chemical Romance' bedienen problemlos auch die staubigsten Schubladen.

Auf ihrer ersten internationalen Veröffentlichung nach dem Indie-Debüt 'I Brought You My Bullets, You Brought Me Your Love' vereinen sie den ruppigen, spartanischen Rock der ´The´-Bands, die oft ans Eingemachte gehende Intensität der modernen melodischen Hardcore-Bands, die Experimentierfreude und Tabulosigkeit der amerikanischen Avantgarde-Elite und ausgesprochen catchy Refrains zu einem energiereichen Cocktail, der auch im Herbst 2005 noch zündet.
Nicht von ungefähr ist das Cover aufgemacht wie für ein Soundtrack-Album. Denn Sänger Gerard Way war mal Animationszeichner beim Film. Zudem posiert er gern kamerareif. Man sieht ihn vor sich in seiner Lederjacke, die so speckig ist wie seine verschnittenen Haare, man sieht die kajalgeschminkten Augen, und man hört ihn einer verflossenen Liebe hinterherflehen. Die Musik von MCR passt sich den dramaturgischen Vorgaben des Frontmanns an, heftet sich ihm wie ein Schatten an die Fersen auf dieser Tour de Force der Leidenschaften: mal glosend, mal bedächtig, doch immer gespannt wie die Sehne einer Armbrust.
Zu einer Zeit, da fleißig am Emocore-Grabstein gemeißelt wird, führt das Quintett aus New Jersey dessen Leitmotive noch einmal zu einem furiosen Finale zusammen. Nichts revolutionäres, aber viel besser als ich erwartet hatte.
MSIII sagt: 6,5/10
GIVE 'EM HELL, KIDS
MY CHEMICAL ROMANCE – THREE CHEERS FOR SWEET REVENGE Reprise (Warner)
Tracklisting
My Chemical Romance – Three Cheers for Sweet Revenge

Auf ihrer ersten internationalen Veröffentlichung nach dem Indie-Debüt 'I Brought You My Bullets, You Brought Me Your Love' vereinen sie den ruppigen, spartanischen Rock der ´The´-Bands, die oft ans Eingemachte gehende Intensität der modernen melodischen Hardcore-Bands, die Experimentierfreude und Tabulosigkeit der amerikanischen Avantgarde-Elite und ausgesprochen catchy Refrains zu einem energiereichen Cocktail, der auch im Herbst 2005 noch zündet.
Nicht von ungefähr ist das Cover aufgemacht wie für ein Soundtrack-Album. Denn Sänger Gerard Way war mal Animationszeichner beim Film. Zudem posiert er gern kamerareif. Man sieht ihn vor sich in seiner Lederjacke, die so speckig ist wie seine verschnittenen Haare, man sieht die kajalgeschminkten Augen, und man hört ihn einer verflossenen Liebe hinterherflehen. Die Musik von MCR passt sich den dramaturgischen Vorgaben des Frontmanns an, heftet sich ihm wie ein Schatten an die Fersen auf dieser Tour de Force der Leidenschaften: mal glosend, mal bedächtig, doch immer gespannt wie die Sehne einer Armbrust.
Zu einer Zeit, da fleißig am Emocore-Grabstein gemeißelt wird, führt das Quintett aus New Jersey dessen Leitmotive noch einmal zu einem furiosen Finale zusammen. Nichts revolutionäres, aber viel besser als ich erwartet hatte.
GIVE 'EM HELL, KIDS
MY CHEMICAL ROMANCE – THREE CHEERS FOR SWEET REVENGE Reprise (Warner)
Tracklisting
Helena- Give 'Em Hell, Kid
- To The End
- You Know What They Do To Guys Like Us In Prison
- I'm Not Okay (I Promise)
- The Ghost Of You
- The Jetset Life Is Gonna Kill You
- Interlude
- Thank You For The Venom
- Hang 'Em High
- It's Not A Fashion Statement It's A Deathwish
- Cemetery Drive
- I Never Told You What I Do For A Living
msiii - 4. Okt, 19:03